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#jungesnrw …Teilhabe für alle!

Jugendverbände fordern politische Maßnahmen gegen Kinder- und Jugendarmut


Düsseldorf, 05.12.2016 – Weihnachtsshopping in der Innenstadt, mit Freund_innen treffen auf dem Weihnachtsmarkt, Vorfreude auf zahlreiche Geschenke – davon können viele Kinder und Jugendliche nur träumen. Sie leben in Armut, auch in NRW. Laut dem NRW-Sozialbericht von 2016 wohnen junge Menschen zu einem überdurchschnittlichen Anteil in Haushalten, die von relativer Einkommensarmut betroffen sind. Die Armutsrisikoquote von Minderjährigen lag 2014 bei 21,9 % und damit deutlich höher als in der Bevölkerung insgesamt (16,2 %). Im Rahmen ihrer Kampagne #jungesnrw fordern die Jugendverbände in NRW daher politische Maßnahmen, die die Situation dieser jungen Menschen verbessern.

„Gerade in der Zeit vor den Feiertagen möchten und müssen wir darauf aufmerksam machen, dass Kinder und Jugendliche in diesem reichen Land überdurchschnittlich von Armut betroffen sind“, macht Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW, deutlich. Armut hat Folgen für die Gesundheit und das Vertrauen in sich und die Gesellschaft. Viele Hebel zur Beseitigung von Armut liegen in Händen der Bundespolitik. „Wir begrüßen, dass Alleinerziehende bessergestellt werden sollen. Allerdings bleibt noch viel zu tun – von der Abschaffung der Sanktionen bei unter 25-Jährigen im ALG II-Bezug bis hin zur Berechnung der Kinderbedarfe im SGB II. Wir sehen auch NRW in der Verantwortung, sich auf Bundesebene für Verbesserungen einzusetzen – gleichzeitig ermutigen wir die Politiker_innen in NRW, ihre Möglichkeiten, mehr Teilhabe zu schaffen, auszuschöpfen – von der sozial gerechten Stadtplanung hin bis zur Finanzierung der Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Ferienfreizeiten“, führt sie aus.

Über #jungesnrw
Die im Landesjugendring NRW zusammengeschlossenen Verbände wollen im Rahmen der Kampagne „#jungesnrw … Perspektive für alle!“ mit den Abgeordneten insbesondere zu den Themen Mitwirkung, Freiräume, Gegen Rechts, soziale Teilhabe, Jugendcheck, Nachhaltigkeit, Bildung und Jugendverbandsarbeit ins Gespräch kommen. Dazu heben sie mit der „Forderung des Monats“ jeweils ein Thema besonders hervor – im Dezember ist es die Positionierung für mehr soziale und materielle Teilhabe. Neben den inhaltlichen Fragen betonen sie, dass sie für ihre Arbeit eine Erhöhung der Finanzmittel von mindestens 20 Prozent sowie eine positive Dynamisierung benötigen, um Kostensteigerungen auszugleichen.

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